📦 Kann ich die Festplatten aus alter Synology einfach in UGREEN NAS übernehmen?

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    ❓ Frage von Klaus2025

    Ich habe noch eine spannende Frage in der alten Community gesehen, die wohl zunehmend auf Interesse stößt: Deshalb poste ich diese hier noch mal für alle anderen:

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    Die Frage ist berechtigt – aber Vorsicht:
    Ein einfaches „Platten umstecken“ von einer Synology in ein UGREEN NAS funktioniert nicht ohne weiteres.
    Das liegt daran, dass beide Systeme unterschiedliche Strukturen, Dateisysteme und Partitionslayouts verwenden.

    Warum das nicht klappt:

    • Synology nutzt eine eigene Partitionierung (u. a. mit Systempartitionen) und setzt auf das Dateisystem ext4 oder Btrfs, je nach Modell.
    • UGREEN hingegen verwendet ein ganz anderes Setup – in vielen Fällen kein DSM, sondern ein auf Linux basiertes Light-System mit OpenWrt oder ähnlichem.
    • Beim Einbau der Synology-Festplatten in das UGREEN NAS erkennt das neue System die vorhandene Struktur meist nicht korrekt oder will die Platten sogar formatieren.
    • Dann wären alle Daten verloren.

    Was du stattdessen tun solltest:

    1. Daten sichern:
      Baue deine Festplatten nicht sofort um, sondern sichere die Daten z. B. über das Netzwerk oder mit einem USB-Laufwerk von der Synology aus.
      Verwende dazu aber kein Hyper-Backup, sondern erstelle eine echte Kopie der Daten.
    2. UGREEN NAS neu einrichten:
      Setze das UGREEN System sauber mit neuen oder formatierten Festplatten auf. Danach kannst du die gesicherten Daten zurückspielen.
    3. Optional: Festplatten extern mounten
      Wenn du technisch versiert bist, kannst du die alten Synology-Platten auch in ein externes USB-Gehäuse setzen und direkt per USB an die UGREEN-NAS anschließen – dort lassen sie sich dann direkt einbinden, wenn das Dateisystem kompatibel ist.

    💡 Antwort auf die Frage zur Kompatibilität der Festplatten mit anderer UGREEN-NAS (UGOS vorinstalliert):

    🛑 Die nüchterene Kurzfassung:
    Nein, du kannst die Festplatten nicht einfach in eine andere oder größere UGREEN-NAS (4-Bay oder größer) mit einem fertig installiertem UGOS einbauen und erwarten, dass alles automatisch funktioniert. Das führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Datenverlust oder einer erzwungenen Neuinitialisierung.


    📚 Hintergrund und technische Details:

    🔧 UGREEN NAS mit UGOS initialisiert beim ersten Start die Festplatten mit einer eigenen Partitionsstruktur und einem auf Btrfs basierenden Dateisystem, das nicht kompatibel mit der Struktur einer Synology oder auch mit einer anderen bestehenden ZimaOS-Installation ist.

    📁 Wenn du also eine andere UGREEN-NAS bereits eingerichtet hast und dort UGOS aktiv läuft, erwartet das System entweder leere Festplatten oder solche, die bei der Ersteinrichtung durch dieses System formatiert wurden.


    🚫 Was passiert bei falschem Einbau?

    • Du bekommst eine Warnmeldung, dass die Festplatten neu formatiert werden müssen.
    • Du kannst nicht auf die Daten zugreifen, selbst wenn es technisch dieselben Plattentypen sind.
    • Ein direktes „Hot-Swap“ oder „Plug & Play“ zwischen Geräten funktioniert nicht wie bei externen USB-Festplatten.

    Empfohlene Vorgehensweise:

    1. 🔄 Daten extern sichern (z. B. via USB, Netzwerk oder rsync).
    2. 💾 Die neue UGREEN NAS mit leeren Festplatten starten oder die alten Platten formatieren lassen.
    3. ☁️ Danach kannst du die Daten zurückspielen und die Apps neu installieren.

    🧠 Tipp für Fortgeschrittene:

    Wer sich gut mit Linux und Dateisystemen auskennt, kann über SSH versuchen, einzelne Partitionen zu mounten oder Daten manuell zu kopieren – aber das ist riskant und nur für erfahrene User zu empfehlen. Es gibt dazu auch erste Community-Skripte, mit denen der Zugriff auf alte Synology-Daten im Lesemodus möglich ist – aber keine offizielle Unterstützung von UGREEN.

    Extra-Tipp:

    Wenn du gerade neu in das Thema UGREEN einsteigst, dann schau dir meinen kostenlosen Kurs zur Einrichtung des UGREEN NAS an – dort erkläre ich die wichtigsten Grundlagen zur Ersteinrichtung, Benutzerverwaltung, Apps & Netzwerksicherheit:
    👉 UGREEN NAS – Einrichtung & Grundlagen (kostenloser Kurs)

    ITFrank
    May 2, 2025 at 12:47 PM

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  • Guter Punkt mit den unterschiedlichen Systemen… Beim Wechsel von Synology zu UGREEN taucht eine Sache auf, die oft unterschätzt wird: die Metadaten auf den Platten. Synology legt auf den Festplatten nicht nur das eigentliche Dateisystem ab, sondern auch bestimmte Systemdaten, die zur Erkennung und Verwaltung durch das DSM gehören. Wenn man einfach die HDDs ins UGREEN NAS steckt, kann es passieren, dass diese Bereiche entweder ignoriert werden – oder, schlimmer, dass das neue System sie überschreibt. Das kann zu Datenverlust führen, selbst wenn das Dateisystem an sich (zB ext4) eigentlich lesbar wäre.

    Aus Backup-Sicht würde ich daher immer empfehlen, vor einem solchen Wechsel ein vollständiges Abbild der alten Platten zu erstellen. Ich weiß, das klingt aufwändig, aber im Ernstfall spart das viel Stress. Es gibt Tools wie Clonezilla oder dd, mit denen man Sektor-für-Sektor sichern kann. Ich hatte mal den Fall, dass ein Kollege beim Umstecken plötzlich seine Snapshots verloren hat… Das war nicht schön, und rein mit Dateikopieren hätte man das nicht mehr hinbekommen.

    Was die Kompatibilität betrifft, wird selten beachtet, dass auch so Dinge wie Advanced Power Management oder SMART-Befehle unterschiedlich interpretiert werden könnten. Das ist jetzt vielleicht etwas nerdig, aber: Manche NAS-Systeme setzen eigenwillige Gerätestandards voraus. Nicht jede Festplatte fühlt sich in jeder Umgebung wohl, auch wenn die Schnittstellen (SATA) gleich sind. Ich hab daheim eine alte WD Red (Modell WD40EFRX), die in meiner Synology ratterfrei läuft, aber im QNAP einer Bekannten seltsame Geräusche macht – keine Fehlermeldung, aber merklich andere Laufgeräusche. Wahrscheinlich werden da andere Stromsparmodi benutzt.

    Trotzdem noch eine Überlegung: Wer seine Festplatten migrieren will, sollte sich überlegen, ob es nicht sinnvoller ist, einen Zwischenschritt über einen PC zu machen, etwa mit einem USB-Dock. Daten temporär sichern, Platten im UGREEN NAS komplett neu einrichten und dann alles zurückspielen. Dauert zwar, aber gibt maximale Kontrolle.

    Ist jetzt vielleicht ne blöde Frage, aber: Hat hier jemand schon mal probiert, die Platten im laufenden Betrieb per Hot-Swap zu wechseln? Würde mich interessieren, ob das bei den UGREEN-Modellen stabil funktioniert oder ob das System dann zickt… Bin gespannt, wie ihr das seht!

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