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🛡️ WireGuard als nativer Dienst auf der Synology installieren – per SSH (inoffizielles Paket)

  • ITFrank
  • June 22, 2025 at 10:48 AM
1st Official Post
  • ITFrank
    IT-Frank
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    • June 22, 2025 at 10:48 AM
    • Official Post
    • #1

    Wer eine besonders ressourcenschonende und tief integrierte VPN-Lösung auf seiner Synology-NAS betreiben will, kann WireGuard direkt als Kernel-Modul installieren – ganz ohne Docker. Die Installation erfolgt per SSH, und die Konfiguration wird über eine einfache wg0.conf gesteuert.

    Achtung: Diese Methode ist nicht offiziell von Synology unterstützt, funktioniert aber bei vielen Modellen mit DSM 7.2.x stabil.


    ⚠️ Hinweis vorab

    Quote

    Diese Methode erfordert grundlegende Linux- und SSH-Kenntnisse. Du arbeitest direkt im Betriebssystem der NAS, daher bitte mit Bedacht vorgehen. Wenn du das Ganze lieber ohne ssh einrichten möchtest, dann nutze die Docker-Installaton, wie ich sie hier beschrieben habe.


    ✅ Voraussetzungen

    • Synology NAS mit x86-CPU
    • DSM 7.2 oder höher
    • SSH-Zugang aktiviert
    • Internetzugriff auf der NAS
    • Grundkenntnisse in Terminalbedienung

    🔐 1. SSH-Zugang aktivieren

    1. Melde dich als Admin in DSM an
    2. Gehe zu Systemsteuerung > Terminal & SNMP
    3. Aktiviere SSH-Dienst (Port 22)

    Verbinde dich anschließend per SSH z. B. mit:

    Code
    ssh admin@<IP-der-NAS>

    📦 2. WireGuard-Modul herunterladen und installieren

    Ein Entwickler stellt regelmäßig angepasste WireGuard-Module für DSM zur Verfügung, z. B. hier:

    GitHub - runfalk/synology-wireguard: WireGuard support for some Synology NAS drives
    WireGuard support for some Synology NAS drives. Contribute to runfalk/synology-wireguard development by creating an account on GitHub.
    github.com

    Dort findest du fertige .spk-Pakete für viele Modelle.

    Vorgehen:
    Zuerst solltest Du überprüfen, welchen Prozessor Deine Synology verwendet:

    • Systemsteuerung >Info
    1. Passendes .spk-Paket für deine NAS und DSM-Version herunterladen Download
    2. Auf die NAS übertragen oder direkt per wget holen
    3. Installieren mit:
    Code
    sudo synopkg install WireGuard-<version>.spk



    📄 3. WireGuard-Konfiguration erstellen

    Erstelle nun eine Datei /usr/local/etc/wireguard/wg0.conf mit folgendem Inhalt (Beispiel):

    Code
    [Interface] PrivateKey = DEIN_PRIVATER_KEY
    Address = 10.6.0.1/24 ListenPort = 51820
    
    [Peer] PublicKey = PUB_KEY_CLIENT
    AllowedIPs = 10.6.0.2/32 
    Quote

    Schlüsselpaare kannst du per wg genkey und wg pubkey erzeugen.


    ▶️ 4. WireGuard starten

    Starte das Modul manuell:

    Code
    sudo modprobe wireguard
    sudo wg-quick up wg0

    Und zum Stoppen:

    Code
    sudo wg-quick down wg0

    oder mit dem Befehl:

    sudo /var/packages/WireGuard/scripts/start



    🔁 5. Autostart einrichten (optional)

    Wenn du möchtest, dass WireGuard beim NAS-Start automatisch startet, kannst du ein kleines Init-Skript in /usr/local/etc/rc.d/wg.sh erstellen:

    Code
    /bin/sh case "$1" in
      start)
        /usr/bin/modprobe wireguard
        /usr/bin/wg-quick up wg0
        ;;
      stop)
        /usr/bin/wg-quick down wg0
        ;;
    esac 

    Datei ausführbar machen:

    Code
    chmod +x /usr/local/etc/rc.d/wg.sh

    🌐 6. Portfreigabe im Router

    Leite wie gewohnt den UDP-Port 51820 im Router auf die IP der NAS weiter.


    📱 7. Endgerät verbinden

    Verwende die WireGuard-App (iOS, Android, Windows, macOS) und gib dort die Gegenstelle aus deiner Konfiguration ein.
    Alternativ kannst du auch direkt eine .conf importieren.


    🎉 Fertig!

    WireGuard läuft jetzt nativ auf deiner Synology – ohne Docker, ohne zusätzliche Oberfläche. Diese Lösung ist besonders leichtgewichtig, aber nichts für Anfänger.

    ;) Installation unter Docker

    Die Installation von Wireguard als Docker-Container findest du hier


    💬 Fragen oder Rückmeldungen?

    Wenn du Hilfe beim Erzeugen der Schlüssel, bei der Konfiguration oder beim Autostart brauchst – poste deine Fragen gerne hier.

    💬 Nochmals im Detail ansehen Schritt für Schritt

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    • Quote
  • ITFrank June 22, 2025 at 10:54 AM

    Approved the thread.
  • Asse
    Beginner
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    2
    • June 1, 2026 at 9:26 PM
    • #2

    Ich hab da mal ‘ne blöde Frage – ist eigentlich irgendwas dagegen einzuwenden, WireGuard komplett ohne Umweg über Docker zu nutzen, selbst wenn man auf der Synology eh schon zig Container laufen hat? Also rein vom Aufwand und der Stabilität her? Ich find die Idee mit dem nativen WireGuard-Modul ja spannend, weil das ja im Gegensatz zu Docker-Lösungen quasi direkt im DSM „drin“ läuft und nicht nochmal extra eine Netzwerk-Bridge aufmacht. Müsste doch von der Performance her auch einen kleinen Tick fixer laufen, oder täusch ich mich da?

    Bin mir nicht ganz sicher, ob dsa mit dem Autostart über das rc.d-Skript auf Dauer wirklich immer zuverlässig geht… Ich hab das damals bei einem älteren NAS-Modell gehabt, dass nach bestimmten DSM-Updates das Skript plötzlich ignoriert wurde. Gibts da vll einen Trick, wie man WireGuard wirklich robust immer starten lassen kann – oder bleibt da echt nur das regelmäßige Prüfen nach Updates? 🤔

    Noch ein anderes Thema: Hat schonmal jemand probiert, mehrere WireGuard-Instanzen (also z.B. wg0 und wg1) gleichzeitig laufen zu lassen – etwa wenn man zwei getrennte Tunnel, z.B. für verschiedene Nutzer braucht? In der Standard-Docker-Lösung war das irgendwie fummelig, aber dsa native Modul müsste doch mehrere .conf-Dateien erlauben, oder? Weiß da jemand, wie man die jeweils sauber startet?

    Sorry für die vielen Fragen, aber manchmal fehlt mir einfach der Überblick, wie tief man ins System damit reinfunken kann… Ich überlege, ob ich dann nicht gleich per Synology Drive oder Photos den Traffic direkt übers Tunnel lenke. Wäre ja eig. cool, wenn man z.B. immer automatisch ins Heimnetz reinspringen kann, sobald die App geöffnet wird.

    • Quote
  • Lardie
    Beginner
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    Posts
    4
    • September 10, 2026 at 10:08 PM
    • #3

    Ich sehe das ganz ähnlich – nativ läuft WireGuard einfach näher am System, weniger Overhead, und man spart sich das Container-Verschachteln. Besonders wenn schon mehrere Docker-Container auf dem NAS werkeln, ist es angenehm, wenn wenigstens das VPN nicht noch eine zusätzliche Netzwerkschicht aufmacht. Die Performance ist beim nativen Modul in der Praxis tatsächlich meist minimal besser, besonders bei Durchsatz und Latenz. Was viele unterschätzen: Auch die Fehlersuche wird einfacher, weil man nicht ständig zwischen DSM, Docker-Netzen und Container-Logs switchen muss. 😊

    Aus der Praxis kann ich aber ein paar Knackpunkte nennen, die man auf dem Schirm haben sollte – gerade bei Inkompatibilitäten nach DSM-Updates oder Kernel-Änderungen. Ich hab mir angewöhnt, nach jedem großen Update auf der Synology gezielt zu prüfen, ob das WireGuard-Modul noch lädt (mit lsmod | grep wireguard). Notfalls muss man das Kernel-Modul manchmal neu bauen oder die richtige Version nachziehen. Wer das nicht regelmäßig kontrolliert, steht unter Umständen plötzlich ohne VPN da…

    Was den Autostart angeht: Das rc.d-Skript ist funktional, aber ich hab erlebt, dass gelegentlich nach Updates oder wenn DSM zickig wird, das Skript nicht ausgeführt wird oder Rechteprobleme auftreten. Hier hilft es, das Skript auf Standard-Shebang (#!/bin/sh) und Ausführbarkeit (chmod +x) zu prüfen. Wenn’s damit nicht läuft, kann man testweise auf einen systemd-approach umdenken – ist aber auf DSM ein ziemlicher Hack. Alternativ regelmäßige Healthchecks per Cron, die prüfen, ob das Interface läuft, und sonst einen Neustart triggern.

    Abschließend noch ein schneller Vergleich, damit’s jeder im Blick hat:

    VarianteVorteileNachteile
    Docker-ContainerKomplett abgekapselt, Updates easyExtra-Netzwerk-Overhead, Portmapping nervig
    natives KernelmodulSchnell, tiefe Integration, direktes DSM-NetworkingJe nach Update aufwändiger zu warten, offizielle Doku dünn

    Falls jemand das noch sauber mit UGREEN-Backuplösungen oder Synology Apps kombinieren will: Ich hab festgestellt, dass es am stabilsten läuft, wenn WireGuard als erstes Netz-Interface nach dem Hochfahren steht – dann meckert keine andere App wegen fehlender Connectivity...

    Falls wer bessere Wege für Autostart/Update-Überwachung hat, gern her damit, ich probiere sowas immer gern! Bin mir auch nicht sicher, ob ich vll irgendwo was übersehe... 😅

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  • wireguard
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