Das aktuelle UGREEN NAS Update 1.3.1.305 ist verfügbar und bringt einige kleinere, aber durchaus nützliche Verbesserungen mit. Auch wenn es sich diesmal nicht um ein riesiges Funktions-Update handelt, lohnt sich die Installation in jedem Fall – vor allem, weil neben dem eigentlichen Systemupdate oft auch wichtige App-Updates, Docker-Anpassungen und kleinere Optimierungen im Hintergrund mitgeliefert werden.
In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du das UGREEN NAS Update korrekt installierst, welche Funktionen neu dazugekommen sind und welche Punkte du nach dem Update unbedingt prüfen solltest, damit dein System stabil und sauber weiterläuft.
Warum du das UGREEN NAS Update installieren solltest
Viele Nutzer schauen nur auf die offensichtlichen Neuerungen in den Versionshinweisen. In der Praxis ist ein NAS-Update aber oft deutlich wichtiger, als es auf den ersten Blick wirkt.
Denn mit einem Systemupdate werden nicht nur einzelne Menüpunkte verändert oder neue Schalter ergänzt. Häufig werden gleichzeitig:
- Fehler behoben
- Kompatibilitäten verbessert
- Apps und Systemdienste optimiert
- Sicherheitslücken geschlossen
- Leistung einzelner Funktionen verbessert
Gerade bei einem NAS, das im Alltag häufig für Backups, Medienserver, Cloud-Speicher, Office-Dokumente oder Docker-Container genutzt wird, solltest du Updates daher nicht unnötig lange aufschieben.
UGREEN NAS Update 1.3.1.305 installieren – so geht’s
Die Aktualisierung selbst ist schnell erledigt und lässt sich direkt über die Systemsteuerung durchführen.
Schritt 1: Update prüfen
Öffne auf deinem UGREEN NAS die:
Systemsteuerung → Aktualisierung
Dort wird dir angezeigt, ob eine neue Version verfügbar ist.
In diesem Fall handelt es sich um die Version:
1.3.1.305
Falls du die Meldung dort übersiehst, solltest du zusätzlich einen Blick in die Mitteilungszentrale werfen. Dort werden verfügbare Updates in der Regel ebenfalls eingeblendet.
Schritt 2: Update starten
Klicke auf:
Aktualisieren
Das System lädt das Update zunächst herunter und startet anschließend automatisch den Installationsprozess.
Wichtig dabei:
- Während des Updates möglichst keine Dateien geöffnet lassen
- Aktive Arbeiten auf dem NAS vorher beenden
- Mit einem Neustart des Systems rechnen
- Während des Vorgangs das NAS nicht ausschalten
Schritt 3: Neustart abwarten
UGREEN gibt je nach System und Auslastung teilweise 15 bis 20 Minuten an.
In der Praxis ist das Update häufig deutlich schneller abgeschlossen.
Im gezeigten Beispiel lag die tatsächliche Dauer bei etwa:
Nach dem Neustart kannst du dich wieder anmelden. Anschließend wird dir in der Mitteilungszentrale angezeigt, dass das System erfolgreich aktualisiert wurde.
Nach dem Update: Diese Punkte solltest du unbedingt prüfen
Ein erfolgreiches Systemupdate ist nur der erste Schritt. Danach solltest du kontrollieren, ob auch alle wichtigen Komponenten wirklich sauber laufen.
Unbedingt prüfen:
- Client-Version aktuell?
- App Center / Paketupdates verfügbar?
- Docker aktualisiert?
- Container laufen fehlerfrei?
- OnlyOffice funktioniert?
- Fotos / KI-Modelle aktuell?
- Freigaben und wichtige Anwendungen erreichbar?
Gerade in der Praxis zeigt sich oft:
Das Systemupdate läuft problemlos – aber einzelne Apps oder Docker-Container brauchen anschließend noch manuelle Aufmerksamkeit.
App Center: Paket-Updates nach dem Systemupdate durchführen
Nach dem Update solltest du direkt das App Center öffnen.
Oft werden dort im Anschluss zusätzliche Aktualisierungen angezeigt. Das betrifft zum Beispiel:
- Cloud Drive
- Sicherheitsrelevante Pakete
- Tresor
- Medienanwendungen
- Hintergrunddienste
Je nach System kann das eine kleine Handvoll Updates sein – oder auch deutlich mehr.
Tipp:
Nutze hier ruhig die Ein-Klick-Aktualisierung, wenn du mehrere Pakete gleichzeitig aktualisieren möchtest. Das spart vor allem Klickarbeit und sorgt dafür, dass alle verfügbaren Pakete nacheinander abgearbeitet werden.
Wichtig: Docker besser manuell prüfen
Ein Punkt, der nach Updates gerne Probleme macht, ist Docker.
Deshalb empfiehlt es sich, Docker nicht nur blind über die Paket-Aktualisierung laufen zu lassen, sondern anschließend gezielt manuell zu kontrollieren.
Darauf solltest du achten:
- Wurde das Docker-Paket erfolgreich aktualisiert?
- Startet Docker ohne Fehler?
- Laufen alle Container sauber weiter?
- Gibt es Container mit separaten Updates?
Typische Beispiele im gezeigten Workflow:
- Home Assistant
- Jellyfin
- Open WebUI
- Ollama
Wichtig zu verstehen:
Ein Docker-Paketupdate aktualisiert nicht automatisch alle Container-Inhalte.
Das bedeutet:
- Systemupdate = nicht gleich Container-Update
- Paketupdate = nicht gleich Image-Update
- Container müssen oft zusätzlich im Docker Manager aktualisiert werden
👉 Deshalb nach jedem NAS-Update unbedingt einmal den Docker Manager öffnen und prüfen, ob dort Container-Updates bereitstehen.
Welche Neuerungen bringt das UGREEN NAS Update 1.3.1.305?
Das Update bringt keine riesigen Umbauten, aber einige praktische Verbesserungen.
1. Verbesserte RAID-10-Performance
Eine der interessanteren Änderungen betrifft die Leistung bei RAID 10.
Für Nutzer, die ihr UGREEN NAS mit RAID 10 betreiben, kann das Update spürbar von Vorteil sein. Hier wurde laut den Änderungen an der Performance gearbeitet.
2. Unterstützung für Seagate IronWolf Health Management
Besonders spannend für alle Nutzer mit Seagate IronWolf Festplatten:
Das Update bringt bzw. verbessert die Unterstützung für:
IronWolf Health Management (IHM)
Damit kannst du den Zustand kompatibler IronWolf-Festplatten nicht nur per SMART-Test prüfen, sondern zusätzlich über den speziellen IronWolf-Health-Test überwachen.
3. Cloud Drive / Webclient verbessert
Auch im Bereich Cloud Drive und Webclient gibt es kleinere Verbesserungen.
Dazu gehören unter anderem:
- Cloud-Speicher als Ziel beim Entpacken nutzen
- neue Ordner per Rechtsklick im Webclient erstellen
- bessere Integration von eingebundenen Speicherzielen
Das sind keine riesigen Änderungen, aber im Alltag durchaus praktisch.
Neue Tags für Dateien und Ordner: Eine der besten Funktionen
Eine wirklich starke Funktion, die in den letzten Versionen dazugekommen ist und jetzt besonders interessant wird, ist das Thema:
Tags / Kennzeichnungen
Mit den neuen Tags kannst du:
- Dateien markieren
- Ordner markieren
- eigene Bezeichnungen vergeben
- Farben zuweisen
- später gezielt nach markierten Elementen filtern
Warum das so nützlich ist
Gerade wenn du viele Daten auf deinem NAS verwaltest, kannst du mit Tags deine Struktur deutlich verbessern.
Beispiele:
- Wichtig
- Archiv
- Kunde
- Privat
- Backup
- Schnellzugriff
Anschließend kannst du über die Tag-Ansicht alle markierten Dateien und Ordner gebündelt aufrufen.
Fazit zu den Tags
Das ist eine der Funktionen, die im Alltag deutlich mehr Mehrwert bringt als viele „große“ Changelog-Punkte.
Tresor verbessert: Dateien jetzt per Drag & Drop verschieben
Auch beim Tresor gibt es eine sehr praktische Verbesserung.
Bisher war das Arbeiten mit dem Tresor teilweise etwas umständlicher, weil Daten oft erst über den Upload-Weg hineingebracht werden mussten.
Jetzt ist möglich:
- Dateien per Drag & Drop direkt in den Tresor ziehen
- auch aus dem Dateiexplorer heraus
- schnelleres Arbeiten mit geschützten Bereichen
Warum der Tresor wichtig ist
Der Tresor ist besonders interessant, wenn du sensible Daten getrennt absichern willst.
Selbst wenn jemand Zugriff auf dein System oder sogar auf ein Benutzerkonto hat, schützt der Tresor einen zusätzlichen Bereich, der separat geöffnet werden muss.
Für sensible Dokumente, Scans, Passwörter, Verträge oder private Unterlagen ist das eine starke Funktion.
Snapshots: Vorschau vor der Wiederherstellung
Ein weiteres sehr sinnvolles Feature betrifft die Snapshots.
Snapshots sind ohnehin eine der wichtigsten Funktionen auf einem NAS – besonders dann, wenn du oft an Dateien arbeitest oder versehentliche Änderungen rückgängig machen möchtest.
Neu bzw. besonders praktisch:
Du kannst dir Inhalte aus einem Snapshot jetzt deutlich komfortabler vorab ansehen, bevor du sie wiederherstellst.
Das ist extrem hilfreich bei:
- PDFs
- Bildern
- Dokumenten
- teilweise auch Medieninhalten
Vorteil:
Du musst nicht erst „blind“ wiederherstellen.
Stattdessen kannst du:
- Snapshot öffnen
- Datei ansehen
- prüfen, ob es die richtige Version ist
- gezielt kopieren oder wiederherstellen
Das spart enorm Zeit und macht Snapshots im Alltag deutlich angenehmer.
Snapshot-Plan einrichten: Unbedingt aktivieren
Wenn du Snapshots nutzt, solltest du unbedingt auch einen Snapshot-Plan einrichten.
Gerade bei Ordnern, in denen viel gearbeitet wird, lohnt es sich, nicht nur einmal täglich zu sichern.
Sinnvolle Einstellungen:
- Intervall: z. B. alle 3 Stunden
- Zeitraum: 24 Stunden
- Aufbewahrung: je nach Speicherplatz
- Anzahl: z. B. 100–125 Snapshots
Empfehlung:
Für produktive Ordner mit wichtigen Dokumenten oder Projekten solltest du Snapshots immer aktivieren.
Das ist oft der schnellste Weg, um:
- versehentlich gelöschte Dateien
- überschriebenen Inhalt
- falsche Änderungen
- beschädigte Versionen
innerhalb von Sekunden wiederherzustellen.
IronWolf Health Management richtig nutzen
Wenn du Seagate IronWolf Festplatten im NAS einsetzt, solltest du die neue Funktion nicht nur ansehen – sondern direkt sinnvoll einrichten.
So gehst du vor:
- Speichermanager öffnen
- Festplatte auswählen
- Gesundheitsstatus prüfen
- IronWolf Health Management Test starten
Noch besser:
Lege direkt einen Testplan an.
So kannst du:
- regelmäßige Prüfungen automatisieren
- alle kompatiblen IronWolf-Platten überwachen
- Auffälligkeiten früh erkennen
- Ergebnisse im Protokollcenter kontrollieren
Das ist besonders sinnvoll, wenn dein NAS dauerhaft läuft und wichtige Daten enthält.
Weitere sinnvolle Funktionen im Blick behalten
Neben den direkten Neuerungen gibt es auch Funktionen, die viele Nutzer übersehen, obwohl sie im Alltag sehr hilfreich sind.
Geplantes Ein- und Ausschalten
Eine nützliche Funktion aus den neueren Versionen ist das:
- automatische Herunterfahren
- automatische Starten
- Zeitpläne für den Betrieb
Das ist ideal, wenn dein NAS nicht rund um die Uhr laufen muss und du Strom sparen möchtest.
OnlyOffice testen
Nach einem Update solltest du immer kurz prüfen, ob OnlyOffice weiterhin sauber funktioniert.
Gerade wenn du dein NAS auch für:
- Dokumente
- Tabellen
- PDFs
- Online-Bearbeitung
nutzt, ist das ein wichtiger Schnelltest.
Fotos / KI-Funktionen prüfen
Wenn du die Fotos-App oder KI-Funktionen verwendest, lohnt sich ein Blick in die:
Einstellungen → KI-Einstellungen
Dort siehst du, ob:
- Modelle aktuell sind
- Zusatzpakete fehlen
- neue Komponenten installiert werden müssen
Lohnt sich das UGREEN NAS Update 1.3.1.305?
Die kurze Antwort lautet:
Ja – auf jeden Fall.
Auch wenn das Update auf den ersten Blick kein spektakuläres „Wow-Update“ ist, bringt es im Alltag einige sinnvolle Vorteile:
- bessere Stabilität
- Performance-Optimierungen
- sinnvolle Detailverbesserungen
- neue Komfortfunktionen
- bessere Unterstützung für IronWolf-Platten
- praktische Erweiterungen bei Tags, Tresor und Snapshots
Besonders interessant für diese Nutzer:
- UGREEN NAS Einsteiger
- Nutzer mit Docker / Containern
- Anwender mit IronWolf-Festplatten
- Nutzer, die Snapshots aktiv verwenden
- alle, die ihre Daten sauber organisieren möchten
Unser Fazit
Das UGREEN NAS Update 1.3.1.305 ist kein riesiger Versionssprung – aber genau solche Updates machen ein System auf Dauer besser.
Vor allem die Kombination aus:
- Systemupdate
- Paket-Updates
- Docker-Kontrolle
- Container-Check
- Snapshot-Optimierung
- Tags
- Tresor-Verbesserungen
- IronWolf Health Management
macht dieses Update in der Praxis sinnvoll.
Unsere Empfehlung:
Installiere das Update, führe anschließend alle App-Updates durch und prüfe danach vor allem:
- Docker
- Container
- OnlyOffice
- Fotos / KI
- Snapshots
- IronWolf Tests
- wichtige Freigaben und Workflows
So stellst du sicher, dass dein UGREEN NAS nach dem Update nicht nur aktuell ist – sondern auch wirklich sauber läuft.
Kurz-Checkliste nach dem UGREEN NAS Update
Zum Schluss noch einmal die wichtigste Checkliste:
Nach dem Update prüfen:
- System erfolgreich aktualisiert
- Client-Version aktuell
- App Center Updates installiert
- Docker-Paket geprüft
- Container manuell kontrolliert
- OnlyOffice getestet
- Fotos / KI-Einstellungen geprüft
- Tags ausprobiert
- Tresor getestet
- Snapshot-Plan aktiviert
- IronWolf Health Management eingerichtet
Schlusswort
Wenn du dein UGREEN NAS optimal nutzen möchtest, lohnt es sich, solche Updates nicht nur zu installieren, sondern immer auch die neuen Funktionen im Alltag aktiv zu verwenden.
Gerade Features wie Tags, Tresor, Snapshots und IronWolf Health Management sind keine „Show-Features“, sondern Dinge, die dir später im Alltag wirklich Zeit sparen und im Ernstfall sogar Daten retten können.
Wenn du tiefer einsteigen möchtest, findest du im ITService-Hilfezentrum weitere Anleitungen rund um:
- UGREEN NAS Einrichtung
- Docker auf dem UGREEN NAS
- Snapshots und Datensicherheit
- Freigaben und Benutzerrechte
- Backup-Strategien
- Medienserver, Cloud und Office auf dem NAS